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Hans-Verbeek-Förderschule auf den Spuren von Max Ernst

Hans-Verbeek-Förderschule auf den Spuren von Max Ernst

 

Brühl – Die Mittelstufe 3 der Hans-Verbeek-Förderschule aus Euskirchen besuchte im Rahmen ihres Kunstunterrichtes das Max Ernst Museum in Brühl. Ein eigens dafür gecharterter Bus fuhr die aufgeregten Schülerinnen und Schüler dorthin und holte sie nach einem spannenden Programm und vieler neuer Eindrücke am Museumsparkplatz wieder ab. Für einige war dies der erste Museumsbesuch überhaupt und sie waren – genau wie alle Erwachsene – positiv überrascht. Wer gedacht hatte, ein Besuch im Max Ernst Museum sei langweilig und es gebe nur Bilder an den Wänden zu sehen, die man nicht versteht, der hatte sich geirrt!

Foto: Hans-Verbeek-Schule Euskirchen

Am Eingang des Museums wartete bereits eine sehr zugewandte Museumspädagogin, die spannende Dinge über das Museum selbst (Es war früher ein Tanzlokal und Max Ernst ist hier gerne ausgegangen und hat die Damen zum Tanz aufgefordert), die verschiedenen Arbeiten und Techniken von Max Ernst sowie Wissenswertes über die aktuelle Ausstellung der international bekannten portugiesischen Künstlerin Joana Vasconcelos ausgesprochen verständlich erklären konnte.

Sie führte die Gruppe zunächst in die Hauptausstellung, wo ein riesiger Damenschuh aus Kochtöpfen und Topfdeckeln ausgestellt ist. Diese beeindruckende Montageplastik von der Künstlerin überragte alle Schülerinnen und Schüler um viele Meter und war die erste Überraschung. Kunst aus Gebrauchsgegenständen, die man zunächst nicht als solche erkennen konnte, wer hätte das gedacht?!

Foto: Hans-Verbeek-Schule Euskirchen

Dann folgten Fotos und erste Zeichnungen von Max Ernst. Im Unterricht hatten die Schülerinnen und Schüler bereits gehört, dass er aus Brühl stammte und dort schon als Kind mit seinem Vater gezeichnet und die damals umliegende Natur erkundet hat.

Die Führung und der anschließende Workshop hatten das Thema „Verrückte Maschinen“. Gezielt schauten sich die Schülerinnen und Schüler „Maschinenskizzen“ des jungen Max Ernst an – Ganz schön verdreht, was er sich damals ausgedacht hat!

 

Foto: Hans-Verbeek-Schule Euskirchen

Weiter ging es, begleitet durch die Museumspädagogin, in die Sonderausstellung „MAXIMAL“ aus Portugal, wo es richtig verrückte Maschinen zum Anschauen und Betätigen gab. Beispielsweise einen runden Spiegel, der umrahmt war mit Haartrocknern. Betrat man ein kleines Podest – und das ist von der Künstlerin Vasconcelos durchaus gewünscht – bliesen die Haartrockner dem Betrachter Wind ins Gesicht und in die Haare, sodass man in kürzester Zeit wirklich herrlich zerzaust war. Was für ein Spaß!

Nachdem die Schülerinnen und Schüler verschiedene Objekte bestaunt und ausprobiert hatten, ging es in das Geburtshaus von Max Ernst. Dieses erreichte die Gruppe nach einem kurzen Spaziergang um das Brühler Schloss, begleitet von Fragen wie „Wohnt da eine Königin?“ oder „Können wir da mal rein?“.

Foto: Hans-Verbeek-Schule Euskirchen

Im Geburtshaus angekommen hatten die Schülerinnen und Schüler im „Phantasielabor“ selbst die Möglichkeit kreativ tätig zu sein. Ein Tisch mit bunten Materialien und Fundstücken aus der Alltagswelt lud dazu ein, seine eigene „verrückte Maschine“ zu kreieren und zu gestalten. Schnell hatten die Mädchen und Jungen eigene Ideen und brachten diese zunächst als Skizze aufs Papier, um sie dann im Anschluss im dreidimensionalen Raum nachzubauen.

Mit großem Eifer und sehr zielgerichtet wurde Material sorgfältig gesichtet und ausgewählt, kombiniert, gebaut und geklebt. Als die intensiv künstlerische Zeit vorbei war (und das war sie für alle gefühlt viel zu schnell) und der Heimweg angetreten werden musste, bedauerten dies alle und waren gleichzeitig stolze Künstlerinnen und Künstler mit unverwechselbaren kreativen Objekten.

Der Hans-Verbeek-Förderschule ist es ein wichtiges Anliegen, dass alle Kinder und Jugendliche am gesellschaftlichen Leben und an Kunst und Kultur teilhaben. Daher bedankte sich die Schule insbesondere bei der Bürgerstiftung der Kreissparkasse Euskirchen, die diesen eindrucksvollen und gelungenen Unterrichtsgang durch eine Spende erst möglich gemacht hat.

 

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