Startschuss für die Golddörfer Marmagen und Bürvenich/Eppenich im Landeswettbewerb

KSK Euskirchen drückt als langjähriger Sponsor des Dorfwettbewerbs den Teilnehmenden aus dem Kreis Euskirchen die Daumen
Kreis Euskirchen/NRW – 33 Dörfer nehmen in diesem Jahr am Landesentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Darunter auch die beiden Golddörfer Bürvenich/Eppenich und Marmagen, die im vergangenen Jahr Gold im Kreis Euskirchen holten.
Um sich auf den Wettbewerb vorzubereiten und untereinander auszutauschen, trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kürzlich im Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse der Landwirtschaftskammer NRW zu einer Auftaktveranstaltung.
„Sie gehören zu den herausragenden Dörfern in Nordrhein-Westfalen und haben sich mit Ihren Ideen und Projekten schon in den Kreiswettbewerben durchgesetzt. Was Sie hier präsentieren, ist nicht nur die Antwort auf die Herausforderungen des ländlichen Raums, sondern auch ein Beispiel für die Innovationskraft, die in unseren Dörfern steckt. Sie alle haben bewiesen, dass ein Dorf lebendig bleibt, wenn es von engagierten und kreativen Menschen geprägt wird, die ihre Heimat aktiv gestalten und weiterentwickeln“, sagte Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW in seinem Grußwort an die Vertreter der Golddörfer.

Karl Heinz Daniel (li.), Vorsitzender des Vorstandes beider Stiftungen der KSK Euskirchen, und Landrat Markus Ramers nahmen im Sommer die Laudatio auf die Golddörfer vor. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Jedes Dorf hat die gleiche Chance
Für Bürvenich/Eppenich und Marmagen stehen nun die Vorbereitung auf den Besuch einer Fachjury aus NRW im Sommer an. Diese beurteilt die Dörfer in mehreren Bewertungsbereichen: Ziel- und Konzeptentwicklung, wirtschaftliche Initiativen und Verbesserung der Infrastruktur, soziales und kulturelles Leben, wertschätzender Umgang mit Baukultur, Natur und Umwelt sowie den Gesamteindruck. „Aber auch aktuelle Themen rund um Klimawandel, Integration oder Digitalisierung spielen eine Rolle. Jedes Dorf hat dabei die gleiche Chance, unabhängig von seiner Einwohnerzahl oder seiner Wettbewerbserfahrung“, heißt es in einer Pressemitteilung der Landwirtschaftskammer NRW.
„Wir drücken beiden Dörfern aus unserem Kreis die Daumen“, sagte Karl-Heinz Daniel, der Vorsitzende des Vorstandes beider Stiftungen der Kreissparkasse Euskirchen (KSK). Daniel hatte im vergangenen Sommer die Laudatio auf Marmagen gehalten und unter anderem hervorgehoben, dass es in Marmagen eine Vielzahl von Interessengruppen gebe, von den Kitas über die Schulen bis hin zu zahlreichen Privatpersonen, die eindrucksvoll gezeigt hätten, wie vielfältig und lebendig das Miteinander in diesem Dorf sei. Besonderes Augenmerk legte Daniel jedoch darauf, wie sich die Dorfgemeinschaft der Herausforderung der Flüchtlingsunterkunft in Marmagen gestellt habe. Das Ergebnis sei ein gutes Miteinander, das nicht nur die neuen Bewohner einbeziehe, sondern auch die Dorfgemeinschaft bereichere.
Landrat Markus Ramers hatte die Laudatio auf Bürvenich/Eppenich gehalten und hervorgehoben, dass es der Dorfgemeinschaft gelungen sei, mit ortsansässigen Firmen und Privatleuten ein Dorfgemeinschaftshaus zu errichten. Die Vielzahl der aktiven Vereine in Bürvenich sei darüber hinaus beeindruckend, vor allem aber ihre gute und produktive Vernetzung untereinander.
„Wir freuen uns vor allem, dass es gleich zwei Dörfer aus dem Kreis Euskirchen in den Landesentscheid geschafft haben“, so Karl-Heinz Daniel. „Und wer weiß, vielleicht geht es ja zumindest für ein Dorf weiter in den Bundesentscheid.“ Die KSK macht sich von jeher besonders stark für den Dorfwettbewerb und hatte die Siegerfeierlichkeiten zuletzt mit 20.000 Euro unterstützt.

Für die Golddörfer Marmagen und Bürvenich/Eppenich, hier bei der Preisverleihung auf Kreisebene im vergangenen Jahr, hat jetzt der Wettbewerb auf Landesebene begonnen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Förderung des Tourismus
Die Jury, so teilt die Landwirtschaftskammer weiter mit, bewerte immer die Ausgangssituation und was das Dorf daraus gemacht habe. Wichtig sei, dass die Dörfer aus allen Bereichen etwas präsentierten. Dabei reiche es nicht aus, in einem Bereich besonders stark zu sein. Auch bestehende Probleme oder Herausforderungen im Dorf dürften gerne vorgestellt werden.
Im Rahmen der Auftaktveranstaltung hatten die Dörfer die Möglichkeit zur Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch mit anderen engagierten Dorfgemeinschaften. Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ würdigt das Engagement von Menschen im ländlichen Raum und trägt zur Kommunikation der vielfältigen Initiativen und Ideen bei. Er motiviert die Bewohnerinnen und Bewohner außerdem, sich für ihre Gemeinschaft einzusetzen und die Zukunft ihres Lebensumfeldes zu gestalten. Da die Teilnahme auch den Bekanntheitsgrad des Ortes steigert, ist der Wettbewerb gleichzeitig Werbung für neue Einwohnerinnen und Einwohner und fördert den Tourismus. Die Siegerdörfer auf Landesebene nehmen im nächsten Jahr am Bundeswettbewerb teil. (epa)