Kreissparkasse hilft, logistische Lücke beim THW-Ortsverband Euskirchen zu schließen

Kreissparkasse hilft, logistische Lücke beim THW-Ortsverband Euskirchen zu schließen

 

Bürgerstiftung der Kreissparkasse übernahm die Anschaffungskosten von 10.000 Euro für einen neuen Kofferanhänger – Materialnachforderungen und empfindliche Ausrüstungsgegenstände können jetzt einfacher an den Einsatzort verbracht werden

Euskirchen – Die THW-Helfervereinigung Euskirchen übergab dem Technischen Hilfswerk, Ortsverband Euskirchen, jetzt einen neuen Kofferanhänger. Die Helfervereinigung hatte die Kreissparkasse Euskirchen als Sponsor von der Wichtigkeit der Anschaffung überzeugen können. Daher kam es jetzt zu einer kleinen Übergabe, bei der der Ortsbeauftragte des THWs, Lukas Heinen, der erste Vorsitzende der THW-Helfervereinigung, Marc Lohmeyer, und der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Euskirchen (KSK), Holger Glück, zugegen waren. Im Mittelpunkt aber stand der neue Kofferanhänger, für den die KSK-Bürgerstiftung die Anschaffungskosten von 10.000 Euro vollständig übernommen hatte.

Marc Lohmeyer bedankte sich bei Holger Glück für die großzügige Unterstützung. Glück erwiderte: „Ich bin mir nicht so sicher, wer sich bei wem bedanken muss. Wir geben ja nur Geld, Sie aber machen die Arbeit.“ Darauf konterte Lohmeyer: „Aber ohne Geld könnten wir unsere Arbeit nicht machen.“ So einigte man sich schließlich darauf, dass es sich um eine klassische Win-Win-Situation handele. Lohmeyer, der neben der Vorstandsarbeit in der Helfervereinigung auch THW-Zugführer ist, und Lukas Heinen waren gerade erst von einem Nachteinsatz zurückgekommen. Sie hatten bei einem schweren Verkehrsunfall in Weilerswist für die Ausleuchtung des Unfallorts gesorgt.

Übergaben den neuen Kofferanhänger seiner Bestimmung: Der Vorstandsvorsitzende der KSK Euskirchen, Holger Glück (v.l.), der Vorsitzende der THW-Helfervereinigung, Marc Lohmeyer, und der THW-Ortsbeauftragte Euskirchen, Lukas Heinen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Übergaben den neuen Kofferanhänger seiner Bestimmung: Der Vorstandsvorsitzende der KSK Euskirchen, Holger Glück (v.l.), der Vorsitzende der THW-Helfervereinigung, Marc Lohmeyer, und der THW-Ortsbeauftragte Euskirchen, Lukas Heinen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Fuhrpark ergänzt

Die Aufgabe der vor über 50 Jahren gegründeten THW-Helfervereinigung Euskirchen ist es, die Arbeit des THWs durch die Bereitstellung von ergänzender und dringend notwendiger Ausstattung zu fördern, die das THW nicht aus eigenen Mitteln bestreiten kann. Sie nimmt also ähnliche Aufgaben wahr wie anderswo ein Förderverein.

Mit der Beschaffung des neuen Anhängers wurde der Fuhrpark des Ortsverbands nun um ein vielseitig einsetzbares Transportmittel ergänzt. „Der geschlossene Kofferaufbau schützt den Inhalt zuverlässig vor der Witterung und ermöglicht den sicheren Transport empfindlicher oder sperriger Ausrüstungsgegenstände“, berichtete Marc Lohmeyer. Nicht immer bekäme man alles, was man vor Ort benötige, in den Lkw. Da sei der Anhänger eine gute Ergänzung, ebenso wie für kleine Material-Transporte, für die der Einsatz eines großen Lkws zu aufwendig wäre.

„Ein weiterer Vorteil ist, dass man für das Fahren mit einem Anhänger keinen Lkw-Führerschein benötigt“, berichtete Lukas Heinen. So könnten deutlich mehr Leute damit fahren, was die Einsätze flexibler mache. Nicht zuletzt deshalb werde der Hänger auch beim Jugend-Feriencamp des THW genutzt. Ein weiterer Vorteil sei hier, dass man den Hänger abschließen und so Wertsachen sicher verstauen könne.

Zugewinn für alle Einheiten

Holger Glück, der seit den THW-Einsätzen bei der Flutkatastrophe und den Sprengungen von KSK-Geldautomaten und besonders nach seinem aktiven Hospitationseinsatz beim THW Schleiden ein begeisterter Fan des Hilfswerks ist, lobte vor allem das überlegte und extrem professionelle Vorgehen, welches das THW auszeichne: „Nicht nur während der Einsätze, sondern auch bereits im Vorfeld versuchen Sie stets, jede Eventualität zu berücksichtigen und materiell, logistisch und personell auf alles vorbereitet zu sein.“ Das habe sich auch bei der Anschaffung des Hängers erneut gezeigt: „Der Förderantrag wurde bereits im November 2024 gestellt, aber dann folgten noch intensive interne Abstimmungen, bis das optimale Fahrzeug gefunden wurde“, berichtete Glück.

Dem konnte Lohmeyer nur zustimmen. „Wir haben zunächst festgelegt, was der Anhänger zwingend können muss. Danach haben wir einen ortsansässigen Händler gesucht, der uns das ausgewählte Fahrzeug beschaffen konnte.“ Denn der Anhänger sollte ein Zugewinn für alle Einheiten und Teileinheiten des THWs sein und nicht nur dauerhaft an eine bestimmte Fachgruppe gebunden werden.

Der Ortsverband Euskirchen hat derzeit keine Nachwuchsprobleme . Mit 120 Helfern, darunter 30 Jugendliche (knapp 20 Prozent Mädchen) im Alter zwischen 10 und 17 Jahren, ist man bestens aufgestellt. „Es gibt derzeit viele Interessenten, die nicht zuletzt aufgrund der angespannten Weltlage bei uns mitmachen wollen“, berichtete Lukas Heinen. Marc Lohmeyer ergänzte: „Viele möchten nicht zur Bundeswehr gehen, sondern stattdessen etwas anderes Sinnvolles für die Gesellschaft tun.“ Insgesamt verzeichne man ein breites Spektrum an Helfern, das von der Lehrerin über den technischen Angestellten und Handwerker bis hin zum Ingenieur, Arzt oder Juristen reiche. Beim THW fände jeder Mensch seinen Platz.

Eifeler Presse Agentur/epa