Aktiv gegen Gewalt

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Schulsozialarbeit am Thomas-Eßer-Berufskolleg setzte auf Beziehungsarbeit und Selbstwirksamkeit – Kreissparkasse Euskirchen förderte den Aktionstag

Euskirchen – Mit einem konsequent handlungsorientierten Aktionstag hat die Schulsozialarbeit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Kooperation mit der Schulsozialarbeit des Thomas-Eßer-Berufskollegs (TEB) jetzt ein starkes Zeichen für ein respektvolles Miteinander gesetzt. Unter dem Motto „Keine Gewalt“ erlebten Schülerinnen und Schüler verschiedener Bildungsgänge einen Tag, der ganz ohne theoretische Frontalvorträge auskam. Möglich machte dies nicht zuletzt eine finanzielle Unterstützung durch die Kreissparkasse Euskirchen, die die Schulsozialarbeit am TEB schon seit Jahren unterstützt.

TEB-Schulleiterin Carolin Holzhüter (2.v.l.) mit Kolleginnen und Kollegen vom TEB und der Schulsozialarbeit. Bild: TEB

TEB-Schulleiterin Carolin Holzhüter (2.v.l.) mit Kolleginnen und Kollegen vom TEB und der Schulsozialarbeit. Bild: TEB

Das von Iris Nikolaus (AWO) und Ulrike Schelhove (TEB) gemeinsam entwickelte Konzept setzte dort an, wo Veränderung stattfindet: in der direkten Begegnung und dem aktiven Tun. Statt theoretischer Workshops standen aktive Module im Mittelpunkt, in denen die pädagogische Beziehungsarbeit den Kern bildete. „Ziel war es nicht, über Gewalt zu referieren, sondern durch gemeinsames Handeln die individuellen Kompetenzen und Ressourcen der Jugendlichen zu stärken“, teilt die AWO mit.

„Prävention funktioniert am besten über tragfähige Beziehungen“, so Iris Nikolaus. „In den aktiven Workshops konnten wir die Bindung zu den Schülerinnen und Schülern intensivieren und ihnen einen Raum bieten, in dem sie ihre eigene Selbstwirksamkeit erfahren. Es ging darum, eigene Stärken zu entdecken und konstruktive Wege der Frustrationsbewältigung direkt auszuprobieren.“

Gewaltfreies Schulklima

Durch den Verzicht auf starre Gesprächsrunden zugunsten von dynamischen Prozessen und echtem Austausch auf Augenhöhe habe man die Jugendlichen in ihrer Lebensrealität abgeholt. Die Förderung sozialer Kompetenzen und die Aktivierung interner Ressourcen hätten dabei stets im Vordergrund gestanden.

Der Anti-Gewalt-Tag ist Teil eines nachhaltigen Engagements der Schulsozialarbeit am TEB. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der AWO und der schuleigenen Sozialarbeit zeige, so die AWO, wie durch eine gezielte Fokussierung auf Beziehungsarbeit und Ressourcenstärkung ein positives und gewaltfreies Schulklima nachhaltig gefördert werden könne. (AWO/epa)