Spielerisch Sicherheit im Straßenverkehr lernen
Kreisverkehrswacht Euskirchen übergibt Kinder-Fahrzeuge an den Kindergarten Zülpich-Sinzenich – Kreisverkehrswacht finanziert sich hauptsächlich durch zugesprochene Bußgelder und mit Hilfe von Sponsoren wie der Kreissparkasse Euskirchen
Zülpich-Sinzenich – Seit 73 Jahren gibt es die Kreisverkehrswacht Euskirchen. In dieser Zeit haben deren Ehrenamtliche Projekte von mehr als 1,4 Millionen Euro gefördert. Jetzt überbrachten der 1. Vorsitzende Peter Schick, die 2. Vorsitzende Anke Weber, neben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit Polizeihauptkommissarin im aktiven Dienst, und Geschäftsführer Friedhelm Heß wieder Kinder-Fahrzeuge. Empfänger waren diesmal die „Springmäuse“ des städtischen Kindergartens Zülpich-Sinzenich.
Leiterin Anja Hoscheid: „Wir sind sehr froh über das Programm der Kreisverkehrswacht, denn alle Kinder haben einen großen Bewegungsdrang.“ Diesen kann man mit den Fahrzeugen nutzen, um auf die Teilnahme im Straßenverkehr vorzubereiten. Friedhelm Heß berichtet, dass aber nicht nur Kindergärten und Schulen, etwa mit Fahrrad- und Mofa-Ausbildung, unterstützt werden: „Wir bieten auch speziell für Senioren Pedelec-Training und mehr an.“ Finanziert werden kann die Kreisverkehrswacht nur durch tatkräftige Sponsoren wie die örtlichen Banken – und Richter, die Bußgelder der Verkehrswacht zusprechen.

Große Freude über die neuen Fahrzeuge herrschte im Kindergarten „Springmäuse“, als die Kreisverkehrswacht zu Besuch kam. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Mit Spaß und Sicherheit unterwegs
Klaus Voussem unterstützt nicht nur seine „Heimat-Kreisverkehrswacht“, der Landtagsabgeordnete ist auch Präsident der Landesverkehrswacht NRW: „Das sind hier ganz tolle Leute in der Kreisverkehrswacht, die dafür sorgen, dass auch die jüngsten Verkehrsteilnehmer sicher ankommen. Durch das Projekt können die Kinder spielerisch lernen, sich hinterher sicher im Straßenverkehr zurechtzufinden.“ Sebastian Thur, Stiftungsvorstand der Kreissparkasse Euskirchen, ist selbst Familienvater: „Wenn man die Arbeit der Kreisverkehrswacht kennenlernt, weiß man, wie wichtig das ist – die Kinder sollen Spaß haben, aber auch sicher unterwegs sein. Deshalb fördern wir die Kreisverkehrswacht seit vielen Jahren großzügig und werden das auch in Zukunft so machen!“
Da die Kindergärten einen kleinen Eigenanteil für die Fahrzeuge leisten müssen, ist in Sinzenich der Förderverein eingesprungen. Anke Weber: „Es ist sehr wichtig, dass sich die Kinder viel bewegen – auch wenn manche Eltern denken, ich fahre sie besser mit dem Auto, das ist schneller und sicherer. Aber dadurch verlieren die Kinder wichtige motorische Fähigkeiten.“ Wer von klein auf mit Fahrzeugen übt und damit sicher umgehen kann, muss später im Straßenverkehr weniger auf die Beherrschung des Fahrzeugs achten und hat damit mehr Kapazitäten frei, um auf den Verkehr zu achten. Auch für den späteren Führerschein sei etwa die Fahrradausbildung sehr wichtig – es sei schließlich kein Geheimnis, dass gerade im städtischen Bereich die motorischen Fähigkeiten der Kinder abnehmen.
Eifeler Presse Agentur/epa